© Lose Bande • Impressum

Eltern-Klein-Kind-Kurse in Stadtteilen und in einer Anschlussunterbringung für geflüchtete Familien

In den Ludwigsburger Stadtteilen Grünbühl-Sonnenberg und Eglosheim bietet KiFa Eltern-Kleinkind-Gruppen im jeweiligen Stadtteilzentrum an. Diese Gruppen sind nicht an eine Kita gebunden, sondern offen für alle Interessierten. Die Stadtteilgruppen bieten Familien die Chance an KiFa teil zu nehmen, auch wenn sie (noch) keinen Kita-Platz haben oder suchen. Wichtig sind den meisten Familien dabei der Kontakt zu anderen und die Möglichkeit sich offen austauschen zu können. Vor allem für Neuzugezogene ist die Gruppe eine wichtige erste Anlaufstelle, um Kontakte zu knüpfen und sich in der neuen Umgebung zu recht zu finden. Die Gruppen werden von KiFa-Mentorinnen geleitet, die dabei von der KiFa-Stadtteilkoordinatorin als Fachkraft unterstützt werden.

Da potentielle Teilnehmerinnen nicht in ihrer Kita angesprochen werden, wie sonst bei KiFa üblich, ist eine gute Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Organisationen im Stadtteil wichtig. Diese vermitteln interessierte Mütter weiter und machen das Angebot bekannt. Werbung für die Gruppen erfolgt auch in Stadtteilzeitungen, Aushängen und Faltblättern, sowie über die Kontakte der Mentorinnen und Teilnehmerinnen.

In Eglosheim besteht eine enge Kooperation mit KiFa plus, wodurch Familien aus der Obdachlosenunterkunft gewonnen werden konnten. Außerdem wurden Mütter mit ihren Kindern aus einer nahegelegenen Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Familien eingeladen. Für diese Familien ist die KiFa-Gruppe ein wichtiger Schritt zur Integration, gesellschaftlicher Teilhabe und Verbesserung der Deutschkenntnisse. Die Eltern erleben im Kurs wie sie eine schöne gemeinsame Zeit mit ihrem Kind verbringen, achtsam auf es eingehen und es fördern können. Die Kleinkinder lernen den Umgang mit Gleichaltrigen und werden auf die Kita vorbereitet.

Ein weiterer KiFa-Kurs findet in der Anschlussunterbringung für geflüchtete Familien im Erlenweg in Ludwigsburg Ost statt. Hier nehmen nur Mütter und Kinder aus der Unterkunft teil und daher geht es neben den klassischen KiFa-Themen auch viel um das Ankommen in Deutschland und lebenspraktische Fragestellungen. Gemeinsam wird die Stadt erkundet und die Angebote für Familien werden bekannt gemacht. Die Mentorinnen bieten hierbei auch aufgrund ihrer eigenen Migrationserfahrung eine wertvolle Unterstützung als Kulturvermittlerinnen. Eine Besonderheit ist außerdem, dass auch ältere Kinder an der Gruppe teilnehmen können, wenn diese noch keinen Kindergartenplatz haben.